DIE PFARRER DER PFARRE SIGMUNDSHERBERG
PFARRER |
von |
bis |
|
1 |
DDr. Josef rothenschlager |
1937 |
1951 |
2 |
GR. Franz Enzelberger |
1951 |
1977 |
3 |
GR. Johannes Pertzl |
1977 |
1991 |
4 |
Univ. Prof. Dr. Jan Flis |
1992 |
... |
Unser jetziger Pfarrer feierte am 14. Juni 2009 sein 40. Priesterjubiläum
Seine Danksagung
40 ist wohl als besondere Zahl zu sehen,
besonders in der Bibel.
Ich möchte hier nur einige Beispiele erwähnen:
- 40 Tage dauerte die Sintflut (Gen 7,12.17: 8,6)
- 40 Tage und Nächte verbrachte Mose auf dem hl. Berg (Ex 24,18)
- 40 Jahre war David der König Israels
- Einige Massen des Tempels, dessen Überreste die heutige Klagemauer darstellen,
waren 40 Ellen lang (1Kön 6,17; Ez 41,2; 46,22)
- Jona ging nach Ninive, um diese Stadt davor zu bewahren, dass sie in 40 Tagen
vernichtet werden würde (Jon 3,4)
- 40 Jahre lang war Manna die Nahrung der Israeliten in der Wüste (Ex 16,35)
- 40 Jahre dauerte die Wüstenwanderung (Num 14,33; Dtn 2,7; Jos 5,6)
- 40 Tage wurde Jesus in der Wüste auf die Probe gestellt (Mk 1,13)
- und 40 Tage lang erschien immer wieder der Auferstandene vor seiner Himmelfahrt
Auch für mich ist die Zahl 40 heute etwas Besonderes geworden! Genau vor
40 Jahren habe ich meine Wanderung durch die europäische Wüste als
Priester begonnen.
Ich sehe mich natürlich nicht wie der große Mose, der 40 Jahre mit
seinem Volk durch die Wüste wanderte. Wenn ich uns beide vergleiche, dann
vielleicht nur in diesem Sinne wie es in der Bibel geschrieben steht. Damals
erhielt Mose den Auftrag Gottes, zum Pharao zu gehen, um Israel aus der ägyptischen
Sklaverei zu befreien. Mose sagte zu Gott: „aber bitte, Herr, ich bin
keiner, der gut reden kann, mein Mund und meine Zunge sind nämlich schwerfällig“
(Ex 4,10), bitte, Herr, schick doch einen andern! (Ex 4,10.13) Da entbrannte
der Zorn des Herrn über Mose, und er sprach: Hast du nicht noch einen Bruder,
den Leviten Aaron?
In diesem Sinne, sehe also auch ich meine 40-jährige priesterliche Wanderung
demütig. Wie Mose, der Aaron als besondere Stütze gehabt hat und ihm
dafür dankbar war, möchte auch ich allen danken, die für mich
in meiner Priesterwanderung, so wie Aaron waren und mich unterstützt und
mir geholfen haben: durch ihre Worte, Taten und ihre Freundschaft. Liebe Brüder
und Schwestern, dank Ihnen konnte ich aus meiner unter Anführungszeichen
„Sklaverei der Kindheit“ ausbrechen und als Priester dem christlichen
Volk zuerst in Polen und jetzt in Österreich dienen.
Wenn Sie mir erlauben, möchte ich noch etwas konkreter werden. Liebe Brüder
und Schwestern, ich wäre sicher nicht Priester geworden, wenn mir meine
Eltern Marianna und Bronislaw nicht den Glauben vorgelebt hätten. Durch
die göttliche Gnade haben sie mir vor fast 64 Jahren das Leben geschenkt
und mich auch weiter lange begleitet und unterstützt. Als Dank möchte
ich für Sie am Vortag meiner Priesterweihe, also am Di, die heilige Messe
opfern.
Dankbar bin ich auch den Priestern und Lehrern, die ich dank Gott auf meiner
europäischen Wüstenwanderung getroffen habe: von Präl. Stefan
Jastrzebski und Prälat Jan Peziol bis hin zu den Bischöfen Piotr in
Lublin, der mich geweiht hat, Kurt, dank dem ich in der Diözese St. Pölten
inkardiniert bin und Bischof Klaus, dank dem ich in seinem Dienst eingegliedert
bin und in Österreich wirken kann.
Ich danke besonders allen meinen Lehrern, von meinen Volksschullehren beginnend
bis hin zu meinen Universitätsprofessoren mit Prof. Czeslaw Bartnik, und
Prof. Langkammer an der Spitze. Ich kann demütig behaupten, dass ich nicht
Priester wäre, wenn ich nicht den Beistand dieser verschiedensten Personen
und Persönlichkeiten gehabt hätte.
Mein
Namenspatron, der hl. Johannes Maria Vianney, sagte „Man ist das, was
man vor Gott ist. Nicht mehr und nicht weniger“. Ich glaube ich habe in
meinem Leben viele Persönlichkeiten getroffen, die genau nach dieser Meinung
leben.
Es gäbe auch mich als Priester nicht, d.h. ich könnte nicht als Priester
wirken, wenn nicht zahlreiche Christinnen und Christen in Polen, Österreich
aber auch in anderen europäischen Ländern lebten, beginnend von der
6000-Seelen Pfarre Turobin in der Diözese Lublin, bis hin zu den beiden
kleinen Pfarren in Österreich (Sigmundsherberg/Maigen und Rodingersdorf/Doberndorf).
Hier in Sigm. möchte ich also meinen besonderen Dank all jenen aussprechen,
denen ich Dankbarkeit schuldig bin. Ich möchte allen hier Anwesenden aber
auch Abwesenden danken.
In diesem Moment denke ich auch besonders an alle Verstorbenen, die ich als
Priester hier und überall zur letzten Ruhestätte begleitet habe. Herr,
schenke ihnen die ewige Ruhe.
Ich denke auch an alle, die die verschiedenen Sakramente durch meinen Dienst
empfangen haben. Herr, begleite sie mit deinem Segen.
Ich danke auch euch liebe Brüder und Schwestern, die ihr hierher gekommen
seid, um diese hl. Messe mitzufeiern und sich mit mir zu freuen. Es gibt ja
das Sprichwort: „Geteilte Freude ist doppelte Freude“. Demnach freue
ich mich also über 80 Jahre!
Ich danke natürlich auch den hier anwesenden Priestern mit Dechant P. Ambros
an der Spitze, der die Predigt gehalten hat und so viele nette Worte gefunden
hat. Ich danke auch den anderen Priestern ….
Ich danke der Marktgemeinde Sigmundsherberg, dem Herrn Bürgermeister und
den Gemeinderäten für alles Gute, das Sie für meine beiden Pfarren
und mich gemacht haben.
Ich danke der Feuerwehrmannschaft, die mich als Feuerwehrkurat aufgenommen hat.
Ich danke dem Kirchenchor, der Singgemeinschaft, den Organistinnen und Organisten,
den Mesnern und dem Mesner, den Ministranten, den Lektoren, dem PGR und dem
PKR mit Hrn. Dir. Waldherr und Hrn. Jakoubek an der Spitze, allen Frauen und
Männern, besonders Frau Gutmann Fr. Bachmaier, Fr. Spitz und Hrn. Zeitelberger
Senior. Ich danke allen, die auf irgendeine Art und Weise der Pfarre und damit
mir Gutes tun.
Am Ende möchte ich noch daran erinnern, dass mein 40. Priesterjubiläum aus 4 Etappen besteht. Die 1. und sicher feierlichste Etappe ist heute. Die 2. und 3. Etappe finden am Di statt. In der Früh werde ich um 8:00 Uhr die hl. Messe für meine verstorbenen Eltern feiern. Und an diesem Tag halte ich auch in der Hochschule St. Pölten einen Vortrag über den hl. Apostel Paulus am Ende des kirchlichen Paulusjahres. Dieser Vortrag wird live von Radio Maria Österreich übertragen. Die 4. und letzte Etappe findet schließlich am Mi statt. Genau am Jahrestag meiner Priesterweihe, werde ich die hl. Messe für mich selbst feiern. Ich lade Sie herzlich ein, vielleicht noch einige Momente dieses 4-teiligen Festes mit mir zu erleben.
Liebe Brüder und Schwestern, ich
möchte euch allen für alles danken
mit einem Satz von meinem Namenspatron.
„Gute Christen sterben nicht,
sie gehen täglich einen Schritt weiter ins Paradies.“
Dieser Satz möge uns alle begleiten - genauso wie die Andenkenskärtchen
die ich vorbereitet habe. Sie liegen beim Ausgang der Kirche auf dem Tisch.
Ich würde mich freuen, wenn dieses Kärtchen nicht nur ein Andenken
an den heutigen Tag für Sie wäre, sondern auch ein immerwährender
Impuls für Ihr weiteres christliches Leben.
Vergelt´s Gott!
Aus dem Andenkenskärtchen:
(4. und 1. Seite)

(2. und 3. Seite)